Mein Blog zieht um

Screenshot des neuen Blogs.

Mein Blog »Gedankensprünge« zieht um. Die neue Adresse lautet »blog.fiks.de« (öffnet sich in einem neuen Fenster). Ab sofort werden alle neuen Posts dort veröffentlicht, für eine Übergangszeit aber auch noch an dieser Stelle, damit treue Leser nicht abrupt von den Neuigkeiten abgeschnitten werden.

Unter der neuen Adresse fasse ich den Blog und meine bisherige Homepage www.fiks.de zu historischen Themen zusammen. Die alte Homepage war in die Jahre gekommen und brauchte dringend eine Auffrischung. Da bot sich eine Fusion an.

Wie es bei einem Umzug üblich sein sollte, habe ich kräftig entrümpelt. In den »Umzugswagen« habe ich nur die 20 Posts gelegt, die in diesem Jahr am häufigsten aufgerufen wurden, sowie weitere 20 der am meisten gelesenen Blogs.

Allen Followern und Abonnenten meines Blogs danke ich für ihr Interessen an meinen Beiträgen. Ich bitte sie, den Blog an seiner neuen Adresse zu besuchen und sich dort als Abonnenten einzutragen.

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Auf dem U-Bahnstein #25 Prag

Pavlova in Prag – Ich muss da immer an ein wahnsinnig leckeres Dessert denken.

Ich habe 2008 in Paris angefangen, U-Bahnsteige zu fotografieren. Nicht mit einer besonderen Absicht, sondern eher aus Langeweile, während wir abends am Place Monge auf die nächste Bahn warteten. Das war der Anfang eines Langzeitprojekts. „Auf dem U-Bahnstein #25 Prag“ weiterlesen

50 years ago: Pink Floyd appears

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Das Cover von The Piper at the Gates of Dawn.

Für diesen Trip braucht man keine Drogen. Spätestens nach den ersten fünf Sekunden, in denen eine blecherne Stimme vor fernen Gitarrenklängen unverständliche Worte aneinanderreiht, ist man für den Rest des Lebens abhängig. „The Piper at the Gates of Dawn“ ist eine elektrisierende Mischung aus irritierenden Klängen, seltsamen Geräuschen, merkwürdigen Songtiteln („Pow R. Toc H.“) und zum Teil völlig irren Texten. Man möchte echt nicht wissen, was dabei im Kopf von Mastermind Syd Barrett vorgegangen ist. Er hat’s nicht lange ausgehalten. Ich schon. Bis heute.

Heute vor 50 Jahren (5. August 1967) erschien das Debütalbum von Pink Floyd: „The Piper at the Gates of Dawn“.

Die Sieger stehen fest

DSFP Medaille
Diese Medaille bekommen die Gewinner des Deutschen Science-Fiction-Preises (und einen Scheck über 1000 Euro).

Die Entscheidung der Jury über den Deutschen Science-Fiction-Preis 2017, die am Sonntag bekanntgegeben wurde, wartet mit einer Überraschung auf. In der Kategorie »Roman« ist nicht einer der vermeintlichen Favoriten als Preisträger gekürt worden. Die Wahl fiel auf »Die Welten der Skiir 1: Prinzipat« von Dirk van den Boom. Als Favoriten galten »Ommi« von Andreas Brandhorst und »Teufelsgold« von Andreas Eschbach, also die Romane von zwei Autoren, deren Romane von großen Verlagen (Piper; Bastei Lübbe) veröffentlicht wurden.

Bei den Kurzgeschichten entschied sich die Jury für »Das Netz der Geächteten« von Michael K. Iwoleit. In dieser Kategorie war das Rennen wohl offen, es gab keinen ausgewiesenen Favoriten; dass es bei den Nominierungen eine große Schnittmenge mit denen für den Kurd-Laßwitz-Preis, den anderen deutschen SF-Literaturpreis, gab, zeigt, wie geschlossen das Feld war. „Die Sieger stehen fest“ weiterlesen

Erinnerungen an die Zukunft aufgefrischt

evd_cover»Erinnerungen an die Zukunft« von Erich von Däniken ist ein Klassiker der Pseudowissenschaft und ein Meilenstein der so genannten Prä-Astronautik. Ganze Generationen von Lesern hat es beeinflusst und viele Nachfolger motiviert. Im Zuge einer Recherche habe ich mir das 1968 erschienene Buch, das ich als 15- oder 16-Jähriger, also vor sehr langer Zeit, einmal gelesen habe, (in einer Ausgabe von 1984) erneut besorgt und jetzt wieder gelesen. Das ist mein Eindruck:

Schon der erste Satz der Einleitung ist Propaganda: »Dieses Buch zu schreiben, ist eine Mutfrage – es zu lesen nicht minder.« Das ist Bullshit. In der Schweiz, wo von Däniken lebt, oder in Westdeutschland, wo das Buch erschien, wurde man damals deswegen höchstens komisch angeguckt. Aber das Statement bindet Autor und Leser aneinander und gibt ihnen das Gefühl, Teil von etwas Besonderem zu sein, Mitglieder im Club der Mutigen, der den Rest der Welt gegen sich hat. „Erinnerungen an die Zukunft aufgefrischt“ weiterlesen

Der Stapel ist kleiner geworden

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Der Bücherstapel ist geschrumpft, aber es hat auch wieder ein wenig Zuwachs gegeben.

Mit meinem Vorhaben, den Stapel ungelesener Bücher abzubauen (hier angekündigt), bin ich gut vorangekommen. Konsequent habe ich die Finger von neuen Büchern gelassen, sondern nur die alten gelesen. Das Resümee nach zwei Monaten: Ich habe acht Romane und drei Kurzgeschichtenanthologien sowie sechs ältere Heftromane geschafft, zusätzlich zu dem, was ich ohnehin an Lektüre – von der Tageszeitung über Zeitschriftartikel bis zum wöchentlichen Perry-Rhodan-Roman – regelmäßig konsumiere.

Konsequent habe ich auch davon abgesehen, überhaupt neue Bücher zu kaufen; denn die rufen geradezu danach, sie sofort zu lesen (sonst würde man ja die Finger davon lassen). Dem Stapel ungelesener Bücher wurden dennoch zwei neue hinzugefügt: eines, Miniatures von John Scalzi, hatte ich schon vor Monaten bestellt, ein zweites, Black Ice von Frank Lauenroth, habe ich gewonnen.

Der Deutsche Science-Fiction-Preis

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Gabriele Behrend liest beim Medicon in Oldenburg.

Gelesen habe ich im Januar unter anderem die 35. Ausgabe von Exodus, das Magazin für Science-Fiction-Storys und phantastische Grafik. Das erwähne ich hier, weil vor ein paar Tagen die Nominierungsliste für den Deutschen Science-Fiction-Preis (DSFP) bekanntgegeben wurde und eine der Kurzgeschichten daraus – Suicide Rooms von Gabriele Behrend – draufsteht. Wie es der Zufall (?) will, habe ich ausgerechnet diese Story schon zweimal bei Lesungen mit der Autorin gehört, unter anderem beim Medicon im vergangenen Jahr in Oldenburg. Mein Favorit aus Exodus 35 – New Mars Mayflower von R. B. Bonteque – hat es allerdings nicht auf die Nominierungsliste geschafft (dafür der schon erwähnte Frank Lauenroth mit Tube Inc., einer Geschichte aus dem Medicon-Reader, zu Recht).

Wie im Vorjahr habe ich alle bis auf eine der nominierten Kurzgeschichten gelesen. Dafür habe ich keinen der sechs nominierten Romane auch nur in den Fingern gehabt.

Wenn ich mir die Liste so ansehe, reizt mich ohnehin nur ein Buch wirklich: Der Bahnhof von Plön von Christopher Eckert, schon allein wegen des Titels. Das ist jedenfalls ein Kandidat, um den Stapel der ungelesenen Bücher ein Stück zu erhöhen, um zum Schluss wieder aufs eigentliche Thema zu kommen.

Zurzeit lese ich eine Columbus-Biografie.

Panoramas mit Affinity Photo

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Blick vom Hohentwiel nach Norden

Heute habe ich ein wenig mit der Testversion von Affinity Photo experimentiert. Das Programm wird als preisgünstige, aber gleichwertige Alternative zum Quasistandard Photoshop gehandelt. Ob Affinity diesem Vergleich standhält, kann ich nicht beurteilen; ich habe noch nie mit Photoshop gearbeitet und setzte die Bildbearbeitung auch nicht professionell ein. Die Testversion läuft zehn Tage und hat, so weit ich das sehe, keine Einschränkungen gegenüber der Vollversion, die einmalig 49,99 € kostet.

Englischsprachige Tutorials auf der Affinity-Homepage helfen, schnell einen Überblick über die wichtigsten Funktionen zu bekommen. Ruck, zuck sind ein paar Fotos verbessert bzw. verhunzt, tolle Effekte ausprobiert usw. Ohne eine intensive Schulung kann man das aber alles gar nicht richtig nutzen.

Es gibt aber auch einige Features für Otto Normalbildbearbeiter. Zum Beispiel die Möglichkeit, Panoramafotos zu erstellen. Das habe ich schon vorher immer wieder mal ausprobiert, mit unterschiedlichen Ergebnissen. Meistens war es eine ziemliche Fummelei. Mit Affinity Photo ist das überhaupt kein Problem, wie dieses Panorama zeigt. Es ist einen Blick vom Hohentwiel nach Norden (der Hohentwiel ist ein Berg in der Nähe von Singen unweit des Bodensees). Das Panorama wurde aus drei Einzelbildern zusammengesetzt.

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Hier noch einmal das Panoramabild vom Hohentwiel mit den Einzelbildern, aus denen es zusammengesetzt wurde.

Affinity Photo fügt die Fotos nicht nur naht- und verzerrungslos so zusammen,  dass man die Begrenzungen der Einzelbilder nicht mehr sieht. Das Programm gleicht auch Helligkeits-, Kontrast- und andere Werte an. Das Ganze geht relativ flott, selbst bei meinem für hochwertige Bildbearbeitung schwachbrüstigem Rechner.

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Blick vom Konstanzer Münster auf den Bodensee

Dieses Bild, das das Panorama vom Turm des Konstanzer Münsters zeigt, ist aus zehn Bildern zusammengesetzt. Das ergibt natürlich ein sehr extremes Seitenverhältnis von etwa 12:1, wofür es nur wenig sinnvolle Anwendungen gibt. Das wäre bestimmt ein Hingucker im Wohnzimmer.

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Blick vom Petersberg auf Erfurt.

Panoramabilder kann jedes halbwegs gute Smartphone inzwischen auch perfekt, wie dieses Bild aus Erfurt beweist. Für die Homepage reicht die Qualität. Für gehobene Ansprüche allerdings nicht (was nicht heißen soll, dass ich diesbezüglich sehr hohe Ansprüche hätte).

T. C. Boyle und die wahren Terranauten

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Zweimal die Terranauten: 1980 und 2017.

T. C. Boyle, einer der bekanntesten amerikanischen Schriftsteller der Gegenwart, hat ein neues Buch geschrieben bzw. sein Buch »The Terranauts« ist jetzt auf Deutsch als »Die Terranauten« erschienen. Als ich davon im Oktober vergangenen Jahres das erste Mal auf der Buchmesse in Frankfurt in Form eines Prospekts erfuhr, kam bei mir reflexartig Widerspruch auf (oder wie man das nennen will): »Die Terranauten« sind doch eine deutsche Science-Fiction-Serie irgendwann aus den späten 70er.

Jetzt wurde ich daran erinnert, denn in der jüngsten Ausgabe von »Druckfrisch« (ARD, 24.1.2017) plauderte Kritiker Denis Scheck mit dem amerikanischen Autor. Bei 1:01 Minuten in dem Beitrag, den man sich in der Mediathek (hier) anschauen kann, sagt Boyle: »Ich habe den Ausdruck erfunden.« (I have invented the term). Widerspruch!

Ich habe T. C. Boyle per Twitter auf die deutschen »Terranauten« hingewiesen – und eine Antwort bekommen:

Fand ich schon bemerkenswert – nicht nur, dass Boyle umgehend geantwortet hat, sondern das sein deutscher Verlag Bedenken hatte.

Kommen wir kurz zu den Terranauten von Boyle. Das ist der Klappentext (ich habe das Buch noch nicht gelesen; wer weiß, wann ich dazu komme): In einem geschlossenen Ökosystem in Arizona unternehmen Wissenschaftler in den neunziger Jahren den Versuch, das Leben nachzubilden. Zwei Jahre lang darf keiner der acht Bewohner die Glaskuppel von »Ecosphere 2« verlassen. Egal, was passiert. Touristen drängen sich um das Megaterrarium, Fernsehteams filmen, als sei es eine Reality-Show.

Science-Fiction ist das nicht. Die deutsche Serie, die von Thomas R. P. Mielke und Rolf W. Liersch Ende der 1970er Jahre für den Bastei-Verlag als Konkurrenz zur Perry-Rhodan-Serie konzipiert wurde, könnte man dagegen als ökologische, sozialkritische SF bezeichnen. Zwischen 1979 und 1981 erschienen 99 Heftromane und zwischen 1981 bis 1987 weitere 17 Taschenbücher. Zu den Autoren, die unter Pseudonym schrieben, gehörten Andreas Brandhorst (als Andreas Weiler), Ronald M. Hahn alias Conrad C. Steiner und Rainer Zubeil, der als Robert Quint bei den »Terranauten« mitmischte und später als Thomas Ziegler bei Perry-Rhodan.

Ich kann mich nicht erinnern, dass ich jemals auch nur ein Heft der »Terranauten« gelesen habe. Das lag vielleicht daran, dass ich Ende der 70er gerade bei Perry Rhodan eine längere Pause eingelegt hatte und Heftromane nur mit spitzen Fingern anfasste.

T. C. Boyle ist demnächst (ab 13. Februar 2017) auf Lesereise in Deutschland (Termine).

Die Terranauten-Fanseite (seit Jahren nicht aktualisiert)

Mit dem Nachtzug nach Rom Teil 1

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Im Schlaf nach Rom. Foto: Bianca Mentil/pixabay

Wir probieren im Sommerurlaub den neuen Nachtzug der Österreichischen Bundesbahn ÖBB aus. Vorgestern habe ich die Tickets für die Verbindung von München nach Rom (und zurück) gebucht. Die ÖBB hatte zum letzten Fahrbahnwechsel die Nachtzüge von der Deutschen Bahn AG übernommen, die Linien optimiert (aus ihrer Sicht) und bietet sie jetzt unter dem Titel »Nightjet« an.

Ich habe einige Schlafwagenfahrten hinter mir, mit unterschiedlichen, aber überwiegend positiven Erfahrungen. Man kann zwar in der Regel nicht durchschlafen, weil der Zug Geräusche macht, ruckelt, langsam fährt, an Bahnhöfen hält – aber man ist zumindest besser ausgeruht, als wenn man versucht, im normalen Abteil zu schlafen.  Auf der Strecke von München nach Rom ist der längste Abschnitt ohne Halt mit drei Stunden der zwischen Tarvisio Boscoverde, dem ersten italienischen Bahnhof, und Padova.

Die Route des »Nightjet«
Die Route des »Nightjet«

Der Nachteil einer Nachtzugfahrt ist natürlich, dass man nichts von der Landschaft mitbekommt. Gerade durch die Alpen dürfte sich das lohnen. Aber wenn die Sonne aufgeht, hat der Zug auf der Hinfahrt schon den Bahnhof von Bologna verlassen. Auf der Rückfahrt wären wir mitten in Österreich, immerhin.

Meine einzige wirklich schlechte Nachtzug-Erfahrung habe ich vor reichlich zehn Jahren wegen streikender italienischer Eisenbahner gemacht. Der Nachtzug von München nach Neapel fuhr bis Innsbruck. Dort wurden alle Passagiere in Hotels untergebracht, und erst am nächsten Abend ging es im völlig überfüllten nächsten Nachtzug weiter.

Streikende italienische Eisenbahner muss man hinnehmen wie Naturkatastrophen. So bin ich jedenfalls mal nach Innsbruck gekommen.

Der Buchungsvorgang bei der ÖBB ist recht einfach, wenn man das Prinzip auf der Ticket-Seite der ÖBB erst einmal durchschaut hat. Im Unterschied zu der recht technisch orientierten Startseite des DB-Navigators (die App für Tablet/Smartphone), die ich sonst benutze, ist die ÖBB-Seite sehr modern und sehr schlank. Man hat nur zwei Eingabefelder für Abfahrt- und Ankunftbahnhof der gewünschten Verbindung. Ansonsten zeigt die Seite ein Datumsfeld, eine große Uhr, ein paar Felder mit österreichischen Stadtnamen und das alles vor einem fast den ganzen Bildschirm füllenden Landschaftsbild.

Fahrkarte zum Selbstausdrucken

Bei der Buchung geht man Schritt für Schritt vor. Viel falsch machen kann man nicht. Es ist alles sehr intuitiv aufgebaut. Am Ende geht’s ans Bezahlen – per Kreditkarte oder Online-Überweisung vom Bankkonto (keine Ahnung, ob das mit einem deutschen Bankkonto geht). Das Ticket kann man zum Selbstausdrucken als pdf-Datei bekommen oder an einem ÖBB-Schalter abholen.

Der Zug fährt in München ab 19.17 Uhr und ist am nächsten Morgen um 9.22 Uhr in Rom (Rückfahrt 19.04 bzw. 8.22 Uhr). Es gibt Sitzplätze, Liege- und Schlafwagenplätze (mit zwei oder drei Betten). Karten für die einfache Fahrt im Sitzplatz kosten 39 Euro, für den Liege- oder Schlafwagenplatz zahlt man selbstverständlich mehr.

Wenn es mehr zu berichten gibt, gibt’s den nächsten Post. Aber das wird vermutlich erst im Sommer sein.

Der Blog im Jahr 2016 – ein Rückblick

In meinem Blog ist es im zurückliegenden Jahr eindeutig in die andere Richtung gegangen.
In meinem Blog ist es im zurückliegenden Jahr eindeutig in die andere Richtung gegangen.

Mein zweites vollständiges Jahr als Blogger ist vorbei, und es ist wieder Zeit für einen Rückblick. Manche Leute interessieren sich für Statistiken, der eine oder andere möchte vielleicht wissen, wie es bei der »Konkurrenz« so läuft, und mancher ist einfach nur neugierig. Für jeden ist etwas dabei.

Aber zunächst einmal sage ich: Vielen Dank allen, die ihr meine Posts gelesen, kommentiert, gelobt und kritisiert habt. Mir hat’s wieder viel Spaß gemacht.

Die Zahl des Jahres zuerst: Im vergangenen Jahr habe ich 77 Posts zu ganz unterschiedlichen Themen veröffentlichen.

Der Trend des Jahres: Gegenüber 2015 ist die Zahl der Postaufrufe um 75 Prozent gestiegen. Der Break-even-Punkt, an dem das Vorjahresergebnis eingestellt wurde, war am Abend des 31. Juli. Im Laufe des Jahres hat es einen allgemeinen Trend nach oben gegeben – mit dem Höhepunkt im Oktober bei einem Anteil von 11,2 Prozent am Jahresaufkommen (etwa drei Prozentpunkte mehr als der Durchschnitt) und dem anschließenden Absturz im November und Dezember mit sechs und sieben Prozent.

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Bis auf Mai und Dezember lagen die Monatsergebnisse immer über denen des Vorjahres.

Insgesamt war das Jahr ausgeglichen: Genau die Hälfte der Monate lag über dem Durchschnitt beziehungsweise unter dem Schnitt. Im Vorjahr war das Verhältnis 5:7. Das Diagramm zeigt, dass die Werte des Vorjahres nur zweimal unterschritten wurden und ansonsten immer deutlich darüber lagen.

Die Zahl der Besucher ist um 83 Prozent gestiegen, die Zahl der »Gefällt mir«-Angaben hat sich mehr als verdoppelt, und es gab ein Plus von 132 Prozent bei den Kommentaren.

Der Top-Post des Jahres war wieder »Wo liegt Ostfriesland?«. Das sind Top 10:

Wo liegt Ostfriesland? 23,5 %
Startseite/Archiv* 19 %
Die ostfriesischen Berge 6,7 %
Der Ostfriesland-Äquator 3,8 %
»Thez« – ein Superroman zum Abschluss 3,2 %
Erfahrungen mit BoD (und Amazon) 2,4 %
Über diesen Blog 1,9 %
Die Wappen von Leer 1,8 %
»Zeit für die Schicht« 1,4 %
So war es beim Buchmesse-Convent 2016 1,3 %

*Unter »Startseite/Archiv« fallen alle Aufrufe der Blog-Startseite und solche innerhalb des Blogs nach Kategorien oder Schlagworten.

In den Top Ten des Jahres sind überwiegend »zeitlose« Posts zu finden; nur zwei – »Thez« über den Perry-Rhodan-Roman gleichen namens und mein Bericht über den Buchmesse-Convent, ein Treffen der deutschen Phantastik-Szene – sind anlassbezogen.

Aufsteiger des Jahres

Mit dem Post »Die ostfriesischen Berge« hat es eine besondere Bewandtnis, er ist der Aufsteiger des Jahres. Am 27. Februar sendete das ZDF eine Folge ihrer »Friesland«-Krimireihe, die in der ostfriesischen Kleinstadt Leer und Umgebung spielt. In der Folge kam auch eine Dünenlandschaft vor. In Leer gibt es aber weit und breit keine Dünen (die Szenen wurden auf Norderney gedreht), was bei Zuschauern für Irritationen gesorgt haben muss. Das sorgte am Tag der Ausstrahlung für einen neuen, bis heute gültigen Tagesrekord bei den Aufrufen und hievte den Februar auf Platz 1 des All-time-Monatsrankings, übertroffenen nur noch von September und Oktober.

Mit nur sieben Aufrufen war der 21. Dezember der Floptag des Jahres, gefolgt vom 15. Juni mit neun Aufrufen.

Von den in diesem Jahr geschriebenen Post teilen sich zwei den letzten Platz. »Mehr Bücher über Columbus« und »Fröhliche Weihnachten euch allen« sind als Nieten des Jahres jeweils dreimal aufgerufen worden. Die vielen Posts, die zwei-, einmal oder gar nicht aufgerufen wurden, sind aus den Vorjahren.

Geografie und Suchmaschinen

countries2016
Menschen aus 58 Ländern haben den Blog besucht.

Im abgelaufenen Jahr ist der Blog aus 58 Ländern (40 waren es 2015) aufgerufen worden. Deutschland liegt mit einem Anteil von 87 Prozent klar vorn, gefolgt von den USA (4,3 Prozent) und Österreich (2,5 Prozent). Die Besucher kamen aus allen Kontinenten. Afrika (fünf Länder) und Asien (acht Länder) machen sich allerdings rar; in Europa fehlen das Baltikum und fast der ganze Balkan.

Für einen Blogger ist es nicht uninteressant zu wissen, wie und warum Besucher auf seine Seite gekommen sind. Die Statistik zeigt, dass der überwiegende Teil – 70 Prozent – durch eine Suchmaschine (fast immer Google & Co.) auf die »Gedankensprünge« aufmerksam wurde. Wichtig als so genannter »Referrer« war außerdem Facebook mit zirka 17 Prozent. Auf Platz 3 lag mit knapp drei Prozent der WordPress-Reader. Die Verlinkung von anderen Blogs oder Internetseiten spielte kaum eine Rolle.

Leider werden die Suchanfragen von Google verschlüsselt, so dass in der Statistik in bestimmt 90 Prozent der Fälle »unbekannter Suchbegriff« vermerkt ist. Aber aus den verbliebenen Klartext-Meldungen geht hervor, dass vor allem nach Ostfriesland und seiner Lage gesucht wurde.